Renard köpft Frankreich ins Viertelfinale

Frankreichs Wendie Renard (2.v.l.) wird für einen Treffer gegen Spanien gefeiert. © dpa - Bildfunk Fotograf: Maja Suslin

Gruppe C

Renard köpft Frankreich ins Viertelfinale

Matthias Heidrich, sportschau.de

Frankreich hat als erstes Team das Viertelfinale bei der UEFA-Frauen-EM erreicht. Die "Equipe Tricolore" gewann nach dem Auftakterfolg gegen Russland ihr zweites Spiel gegen Spanien 1:0 und steht bereits vor dem letzten Vorrundenspieltag  als Sieger der Gruppe C fest.

Frankreich tritt bei der UEFA-Frauen-EM im Stile eines Favoriten auf. Das Team von Trainer Bruno Bini zog am Montag (15.07.2013) als erstes Team ins Viertelfinale ein. Dem klaren 3:1-Auftakterfolg gegen Russland ließen die Französinnen in Nörrköping einen ebenfalls souveränen 1:0 (1:0)-Sieg gegen die starken Spanierinnen folgen, die ihre erste Partie mit 3:2 gegen England gewonnen hatten. Damit steht der Weltmeisterschaftsvierte von 2011 bereits vor dem letzten Vorrundenspiel am Donnerstag (18.07.2013) gegen England als Sieger der Gruppe C fest. In der Runde der letzten acht wird Frankreich am kommenden Montag (22.07.2013) in Linköping entweder gegen den Dritten der Gruppe A oder B antreten.

Frühe Führung für Frankreich

Frankreichs Louisa Necib (vorne) beim Zweikampf mit Spaniens Sandra Vilanova Tons © dpa - Bildfunk Fotograf: Maja Suslin

Frankreichs Louisa Necib (vorne) bereite das 1:0 vor.

Es waren gerade einmal fünf Minuten gespielt, als Wendie Renard die Französinnen in Führung brachte. Nach einer Ecke von Louisa Necib köpfte die 1,87 Meter große Innenverteidigerin das 1:0 für die "Equipe Tricolore". Frankreich tankte durch die frühe Führung zusätzliches Selbstvertrauen und beherrschte die Spanierinnen in der Anfangsphase mit seinem gepflegten Kombinationsspiel. Nach einer dieser schönen Ballstafetten kam Necib (15.) frei zum Schuss, fand ihre Meisterin allerdings in der Torfrau der Spanierinnen, Ainhoa Tirapu. Die Ibererinnen konnten sich in der Folgezeit aus der Umklammerung der Französinnen befreien und kamen zu guten Gelegenheiten. Sonia (20.) traf nach einer guten Flanke von Adriana allerdings den Ball nicht richtig. Zwei Minuten später konnte Frankreichs Elise Bussaglia eine brenzlige Situation gerade noch klären. Nach den rasanten Anfangsminuten nahmen beide Seiten im Laufe der ersten Hälfte ein wenig Tempo raus, begegneten sich aber weiterhin auf einem hohen technischen und taktischen Niveau.

Spanien nur mit kurzer Drangphase

Wie schon in Hälfte eins gestatteten die Französinnen ihren Gegnerinnen auch nach Wiederanpfiff eine kurze Drangphase. Adriana (47., 57.) wurde zweimal mit Schüssen gefährlich. Der Favorit um Coach Bini bekam die Partie aber wieder schnell in den Griff und verpasste eine höhere Führung. Camille Abily (61.) kam aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, Tirapu klärte die Situation erst im Nachfassen. In der Folgezeit waren die Französinnen dem zweiten Treffer näher als Spanien dem Ausgleich. Das Team von Trainer Ignacio Quereda spielte gefällig, hatte körperlich aber nichts mehr hinzuzusetzen.

Stand: 15.07.13 22:19 Uhr